Einen Vorgeschmack auf die eigentlichen Karnevalstage hat unser Dreigestirn in dieser Woche gewonnen, mit Auftritten über das ganze Wochenende hinweg und echtem Terminstress am Samstag.
Am Freitag fand die offizielle Fahrzeugübergabe bei Toyota Yvel in Frechen statt, mit einem kleinen Geschenk vom Dreigestirn und viel guter Laune. Ohne die Hilfe von Autohäusern hätten viele Dreigestirne Probleme, ihre gesamte Mannschaft zu transportieren - darum gehört es auch zu den wichtigeren (aber auch schwierigeren) Aufgaben in der Vorbereitungszeit, Autohäuser zu finden, die bereit sind, für die Karnevalszeit ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.
Und nach der Übergabe ging es mit dem Toyota direkt weiter - nach Elsdorf, dem Wohnort unserer Jungfrau, wo wir vom dortigen Dreigestirn in seine Hofburg eingeladen worden waren, um dort mit ihnen und der Elsdorfer Bevölkerung den Prinzenempfang zu begehen. Dort erfuhren wir viele neue und interessante Dinge - unser Prinzenführer war beispielsweise sehr erstaunt zu erfahren, dass man in der “Zuckerstadt” Elsdorf beim Zug tatsächlich auch mit Zuckerwürfeln wirft. Natürlich kommt auch anderes Wurfmaterial zum Einsatz, trotzdem aber muss man die Elsdorfer Stadtreinigung bedauern, wenn es beim Zug einmal regnet!
Der Samstag war der bisher wohl anstrengendste Auftrittstag, gleichzeitig aber auch einer der schönsten. Schon am frühen Morgen saßen wir wieder in unseren Fahrzeugen, um uns auf den weiten Weg ins Ruhrgebiet zu machen: Das Essener Festkomitee hatte uns eingeladen, am alljährlichen Essener Tollitätentreffen mit Närrischer Ratssitzung teilzunehmen. Dieses Treffen, das tatsächlich im Ratssaal stattfand, bot uns eine einmalige Gelegenheit, Prinzenpaare von Nah und Fern zu treffen und gleichzeitig einer wirklich närrischen Diskussion über die Umwandlung des Essener Rosenmontagszuges in eine “Fun-Parade” zu lauschen, die von tatsächlichen Ratsvertretern der Stadt gehalten wurde!
Mit einem kurzen Halt in Bergisch-Gladbach, wo wir bei einem privaten Geburtstag (immerhin ein Achtundachzigster!) Halt machten, ging es zurück nach Pulheim - hier stand zunächst der Empfang der KG Haufenlaufen auf dem Programm, danach die Seniorensitzung in Sinnersdorf, schließlich der Dreigestirnsempfang der Brauweiler Schützen und zum Schluss ein erneutes Zusammentreffen mit unseren Celler Schützenfreunden: Diese hatten sich (wie jedes Jahr) wieder nach Dansweiler begeben, um am Sonntag bei der Herrensitzung dabei zu sein. Ein bunter karnevalistischer Abend zu ihrer Begrüßung ist ebenfalls Tradition und bot uns Gelegenheit zu einem tollen Abschlussbild gemeinsam mit der Tanzgruppe “Wilde 13″ und dem designierten Sinnersdorfer Dreigestirn, das uns an diesem Tag begleitete und einmal schauen wollte, wie es bei einem Dreigestirn so läuft. Alle Beteiligten hatten großen Spaß.
Und dann kam unser großer Tag, der Sonntag, mit dem wichtigsten Auftritt: Der Herrensitzung unseres eigenen Vereins, der Dansweiler Weltenbummler. Trotz aller Unkenrufe war die Mehrzweckhalle gut gefüllt, als wir gemeinsam mit der Bürgergarde Blau-Gold auf die Bühne marschierten. Die Herren machten großartig mit, als Blau-Gold mit Musik und Tanz aufwartete; wie immer ein großer Auftritt der Bürgergarde, die aber (ebenfalls wie immer) für unsere Bühne eine echte Belastungsprobe darstellte. Und dann kam unser eigener Auftritt, und die Stimmung kochte über: Bei den jungen Sportlern der Dansweiler Volleyballmannschaft hat Prinz Andy einen echten Fanclub gefunden, der ihn mit lauten “Andy ist der geilste Prinz der Welt”-Gesängen feierten. Die jungen Männer haben in dieser Session schon öfter für Stimmung bei unseren Auftritten gesorgt, aber auch sonst schon viel für das Dreigestirn und die Weltenbummler getan: Bei Auf- und Abbau für Proklamation und Sitzung waren sie eine große Hilfe, und sie erschienen bei beiden Veranstaltungen in größerer Gruppe, was natürlich den Verkauf von Eintrittskarten erheblich ankurbelte. Auch hier möchte sich das Dreigestirn bei den Jungs noch einmal herzlich bedanken!
Leider war eine unserer Paginnen am Sonntag krank, was wohl keiner mehr bedauerte als sie selbst. Als wir aber beim Sinnersdorfer Kinderkarneval auf die Bühne kamen, hatten wir zumindest für diesen Auftritt einen Ersatz eingeholt: die kleine Anja, die wir bei unserem Auftritt beim Funkerverein kennen gelernt hatten, kam in einem blauen Tanzcorpskostüm auf uns zu - und spontan beschlossen wir, sie mit auf die Bühne zu nehmen. Ein toller Moment für alle Beteiligten!
Und zum Schluss kam noch ein fröhlich-trauriger Moment hinzu, als wir in unserer Hofburg von den Niedersachsen Abschied nehmen mussten. Die Verabschiedungen waren herzlich, man versprach sich gegenseitig, auch in Zukunft die jeweiligen Besuche fortzusetzen, und besonders freute uns, dass auf der Rückfahrt drei Weltenbummler mehr im Bus saßen als auf der Hinfahrt - mehrere Jungschützen waren vom Erlebnis Herrensitzung so begeistert, dass sie sich dem Verein direkt anschlossen!
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